Jacob, ein elfjähriger Junge, der Kokdu-Puppen sucht, um sich an seine letzten Momente mit seiner Großmutter zu erinnern, gerät versehentlich in die Welt dieser Puppen. Die „Kokdu“, wörtlich „Begräbnispuppe“, ein zentrales Element des Werks, sind hölzerne Puppen, die in der Bestattungskultur der Joseon-Dynastie die Totenbahre (einen Wagen, der den Sarg trug) schmückten. Man betrachtete sie als Wesen, die die Verstorbenen begleiteten und beschützten, damit diese sich auf ihrem Weg ins Jenseits nicht einsam fühlten. Diese Puppen, die in verschiedenen Gestalten auftraten – als Krieger, Diener, Clowns und Wegweiser –, verkörpern die Philosophie der Koreaner der Joseon-Zeit, die den Tod nicht als etwas Furchteinflößendes, sondern als warmen Abschied und neue Reise begriffen.